[Verfahren] Polyjet

Das Polyjet-Verfahren gehört zu den jüngeren Prozessen der additiven Fertigung. Der industrielle Fachbegriff lautet material jetting. Dieses Verfahren wurde im Jahr 2000 von der Firma Objet entwickelt, die im Jahr 2012 mit Stratasys fusionierte. Der Herstellungsprozess zeichnet sich insbesondere durch seine Vielfalt aus: Hochwertige Geräte sind in der Lage, über zehn Farben und Materialien gleichzeitig zu drucken.

Ebenso wie beim Stereolithografieverfahren dient ein flüssiges Photopolymer als Baumaterial. Doch anders als dort entsteht das Objekt nicht in einem Bad oder mittels eines Lasers. Beim Polyjet-Verfahren kommt ein Druckkopf zum Einsatz, der entfernt an einen Tintenstrahldrucker erinnert. Dieser gibt Tröpfchen für Tröpfchen das flüssige Photopolymer ab, das im unmittelbaren Anschluss mittels UV-Licht ausgehärtet wird.

Quelle: Youtube
Polyjet-Druckkopf (Quelle: Youtube)

Dieses High-Definition-Verfahren dient zur Herstellung äußerst realistischer Prototypen. Dabei lassen sich die Materialeigenschaften durch die Verwendung mehrerer Druckköpfe variieren. Das Objekt kann nach der Fertigstellung schließlich starr bis flexibel sein und in seinen Farben von transparent bis schwarz variieren. Das Endergebnis der Prototypenherstellung lässt schließlich das Endprodukt in Aussehen und Haptik erkennen.

Beim Polyjet-Verfahren ist der gebrauch von Stützkonstruktionen unerlässlich. Diese werden mithilfe eines separaten Druckkopfs angebracht. Sobald das Objekt fertig gestellt und und der Druckauftrag abgeschlossen ist, können diese Stützstrukturen mit Wasser abgewaschen werden.

Um euch die unzähligen Möglichkeiten zu veranschaulichen, die dieser Herstellungsprozess bietet, möchten wir euch an dieser Stelle ein sehr informatives Youtube-Video zeigen. Hier könnt ihr euch selbst von den vielfältigen Möglichkeiten überzeugen, die dieses Verfahren bietet.