[Test] Der Cube von 3D Systems

Der 3D-Druck ist mittlerweile massentauglich geworden und längst kein Hobby mehr, mit dem sich vorwiegend Nerds und Geeks beschäftigen. Das beweisen nicht nur die vielen Weiterentwicklungen, die diese Branche momentan zu bieten hat, sondern auch die immer simplere Anwendung von Soft- und Hardware. Auch die Hersteller haben mittlerweile das Potenzial der Privatanwender erkannt. Aus diesem Grund werden die Geräte immer kompakter und gleichzeitig auch immer günstiger.  Zu den Markführern bei den Privatanwendern gehört unter anderem auch der Cubify Cube. Er verarbeitet mit der PJP-Technologie (Plastic Jet Printing) in der ersten Generation nur ABS- und in der zweiten Generation auch PLA-Kunststoffe, die jedoch ohne Hack nur vom Hersteller bezogen werden können.

Wir haben den Cube einem Praxistext unterzogen und die Ergebnisse dabei ganz genau betrachtet. Von dem Druckvorgang könnt Ihr in unserem kleinen Zeitraffer einen ersten Eindruck bekommen. Wir richten unser Augenmerk heute genau auf das Endergebnis. Als Referenzobjekt haben wir ein Smartphone Cover mit dem  sPro™ 60 HD gedruckt. Beide Geräte werden vom Hersteller 3D Systems angeboten. Natürlich spielen sie mit einem Preisunterschied von mehreren Hunderttausend Euro nicht in derselben Liga, doch da die Geräte für Privatkunden immer beliebter werden, zeigen wir euch heute, was mit diesen Geräten machbar ist, und welche Drucke ihr weiterhin lieber professionell erstellen lassen solltet.

Zunächst einmal werdet ihr sehen, dass dieses Video sehr stark gerafft ist. Wenn ihr mit einem Cube ein Smartphone Cover drucken wollt, braucht ihr jede Menge Geduld und Zeit. Wir mussten circa fünf Stunden auf das fertige Ergebnis unseres „Meshed“ Covers warten, allerdings ist die Arbeit mit dem Druck noch nicht beendet. Jetzt schließt sich nämlich die Feinarbeit an. Wir wissen durchaus, dass wir unserem Cube mit dem filigranen Modell einiges zugemutet haben. Trotzdem sind uns die zahlreichen Stützstreben und Grate aufgefallen. Da das Stützmaterial aus dem gleichen Material wie unser Cover besteht, lässt es sich nur sehr schwer bis gar entfernen. Nach der Feinarbeit haben wir nun also ein Problem: Wir können das Smartphone Cover nicht nutzen, da wir nicht alle Stützkonstruktionen entfernen können.

Wie Ihr bereits im Zeitraffer sehen könnt, besteht unser Smartphone Cover aus zwei Bauteilen. Beim Versuch die beiden Coverteile miteinander zu verbinden, mussten wir feststellen, dass es nicht möglich ist, da der Cube an dieser Stelle den hohen Konstruktionsanforderungen nicht gerecht wird und das Material nicht so filigran verarbeiten kann, wie es notwendig gewesen wäre. Trotzdem wollen wir den Cube an dieser Stelle nicht verteufeln, denn bei diesem Drucker handelt es sich schließlich um ein Einsteigergerät. Wenn Ihr Euch für den Kauf eines Desktopdruckers entscheidet, solltet Ihr Euch bereits im Vorfeld über Eure Anforderungen Gedanken machen und die zahlreichen Geräte ausgiebig vergleichen.

Möchtet Ihr weitere detaillierte Informationen zum Cube oder unseren weiteren Erfahrungen in der Praxis, hinterlasst uns einen Kommentar! Ihr könnt dort auch gerne von Euren eigenen Erfahrungen berichten, auf die wir natürlich auch sehr gespannt sind!