Schlagwort-Archive: 3D-Druck

[Umwelt] Plastic Bank nimmt den Kampf gegen den Plastikmüll auf

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Bild © plasticbank.org

Plastikmüll ist eine Bedrohung der Umwelt, die sich nicht mehr von der Hand weisen lässt. Mittlerweile schwimmen ganze Plastikinseln im Meer und riesige Müllberge türmen sich auf unserer Erde. Ein Ansatz zur Bekämpfung dieser Verschmutzung ist der Einsatz von Bio-Plastik. Das kanadische Start-up-Unternehmen Plastic Bank denkt jedoch noch einen Schritt weiter. Die Gründer Shaun Frankson und David Katz wollen die Welt von diesem Problem befreien, indem sie den bestehenden Plastikmüll als Grundlage für neue Produkte aufbereiten. [Umwelt] Plastic Bank nimmt den Kampf gegen den Plastikmüll auf weiterlesen

[News] CAD-Spezialist Autodesk kündigt eigenen 3D-Drucker an

Autodesk ist bisher als erstklassiger Softwareanbieter und weltweit führender CAD-Spezialist bekannt. Nun will das Unternehmen aus San Francisco sein Betätigungsfeld erweitern und kündigt eine eigene 3D-Plattform an. Durch Spark, so der Name der offenen Plattform, sollen die Innovationen der Branche weiter und vor allem schneller vorangetrieben werden. [News] CAD-Spezialist Autodesk kündigt eigenen 3D-Drucker an weiterlesen

[Kickstarter] Dänische Designer wollen mit Pluk die Synthese von Schönheit und Nutzen in den Haushalten der Welt einführen

Kickstarter ist DER Tummelplatz für die Kreativen dieser Welt, die noch ein wenig Geld zur Verwirklichung ihres Projekts benötigen – ganz egal, um welche Art von Projekt es sich dabei handelt. Gleichzeitig ist die Plattform unter anderem auch ein Paradies für designinteressierte User, die immer auf der Suche nach neuen Ideen für die eigenen vier Wände sind. Dass daraus tatsächliche Erfolgsgeschichten entstehen können, bewies unter anderem auch schon Isohedral, der mit seinen stylishen Espressoraketen die Herzen seiner Käufer höher schlagen ließ und schließlich durch Kickstarter einen Vertriebspartner fand.

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[News] Lego schließt 3D-Druck bei der Weiterentwicklung des Unternehmens nicht aus

Es gibt kaum ein Kinderzimmer ohne Legosteine und kaum einen Spielwarenhersteller, der sich in den letzten Jahren so wandelbar und anpassungsfähig zeigte. Im Jahr 1949 begann der dänische Hersteller mit der Produktion der ersten Legosteine und schon bald darauf eroberten die kleinen Klötze die Kinderzimmer der Welt.

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Das dänische Unternehmen zeigt sich anpassungsfähig: Minecraft – in der virtuellen Spielewelt ein Konkurrent, in der reellen Welt Legos Verkaufsschlager.

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[Kochen] Kreativität hört nicht in der Küche auf, sondern sie beginnt dort…

… das dachte sich auch der italienische Nudelhersteller Barilla. Daher arbeitet der Lebensmittelkonzern mit dem niederländischen Forschungsinstitut TNO aus Eindhoven zusammen, um den 3D-Druck in der Pastabranche zu etablieren. Die Geräte, die mit sogenannten Teigpatronen befüllt werden, sollen zukünftig in Restaurants stehen. Somit soll es möglich sein, auf Knopfdruck verschiedene Nudelsorten zu produzieren, wobei auch der Individualität bei den Kundenwünschen kaum Grenzen gesetzt sein sollen. Kjeld van Bommel leitet das Projekt für das Forschungsinstitut in Eindhoven. Der niederländischen Zeitung „Trouw“ gegenüber ließ er verlauten, dass diese Zusammenarbeit bereits seit zwei Jahren andauere und man bereits große Fortschritte verzeichnen könne.

Sicherlich ist diese Entwicklung ein nettes Gimmick für einzelne Restaurants oder möglicherweise auch Ketten, doch bleibt es fraglich und daher abzuwarten, ob der italienische Nudelgigant damit wirklich die Welt der Pasta revolutioniert. Zumindest bleibt die Entwicklung jedoch spannend, denn wie TNO verlauten ließ, seien die Fortschritte in den letzten zwei Jahren beachtlich. Noch ist Barillas Ziel 15-20 Nudeln in einer Zeitspanne von 20 Minuten zwar nicht erreicht, doch Kjeld van Bommel zeigte sich zuversichtlich, dieses Ziel zu erreichen.

Geek.com legt die Vermutung nahe, dass man bei Barilla nicht mit den Druckmaschinen das meiste Geld verdienen wolle, sondern vielmehr mit den Patronen einen Markt eröffnen wolle, der dem Prinzip der Kapsel- und Padkaffeemaschinen gleicht. Somit liegt das Hauptaugenmerk scheinbar besonders auf dem langfristigen Verkauf von Patronen, um die Einnahmen des Unternehmens noch weiter zu steigern. Die Kunden und Gäste der Restaurants hingegen bekommen das einmalige Erlebnis, individuell gedruckte Nudeln zu verspeisen. Theoretisch könnten sie sogar eigene Entwürfe für ihre Nudelkreationen auf einem USB-Stick mitbringen und im Restaurant drucken lassen, um den Partner oder die Partnerin zum Beispiel bei einem Dinner zu überraschen. Wenn Liebe da nicht durch den Magen geht …

[ProJet 4500] Neuer Farbdrucker von 3D-Systems druckt auch Farbverläufe

Die gerade beendete Euromold in Frankfurt war auch im Jahr 2013 ein voller Erfolg. Zahlreiche Aussteller der verschiedensten Größenordnungen konnten ihre neuen Produkte und Dienstleistungen vorstellen. Neben unserem eigenen Auftritt dort konnten wir uns ein umfassendes Bild der Innovationen machen, die auf der Euromold Premiere feierten. Besonders großes Interesse weckte dabei unter anderem der ProJet 4500, den 3DSystems vor einigen Tagen vorstellte.

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Die Besonderheit des ProJets 4500 ist die Fähigkeit, als erster 3D-Drucker nun auch Vollfarbdrucke mit Farbverläufen zu erstellen. Dies geschieht in lediglich einem Durchgang – das Modell wird also gleich in der Originalfarbe gefertigt. Eine Innovation, die Kosten, Material und auch Abfall spart. Der Drucker verarbeitet das Kunststoffmaterial VisiJet C4 Spectrum im ColorJet Printing Verfahren. Während des Druckvorgangs betten CMY Bindemittel Pixel für Pixel Farbe ein und ermöglichen somit aufgrund des riesigen Farbspektrums unzählige Möglichkeiten. Nun ist es möglich detailgetreue Modelle zu fertigen, bei denen bereits signifikante Produktmerkmale betont werden können.

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Bisher ist nicht bekannt, für welchen Preis der Drucker im Handel erhältlich ist. Sicher ist allerdings, dass er mit einer Größe von 162 x 152 x 80 cm nicht für den Hausgebrauch geeignet ist. Trotzdem wird sich diese Weiterentwicklung wahrscheinlich auch wieder im Laiensektor auswirken und auch dort für einen enormen Fortschritt sorgen.

Die wichtigsten Informationen und technischen Daten findet Ihr hier in dem Informationsblatt von 3D-Systems.

[Kickstarter] Zeus kann dreidimensional Scannen, Drucken, Kopieren und Faxen

Die Nutzung von 3D-Druckern und Scannern soll zukünftig immer einfacher werden, soweit ist das bisher kein Geheimnis. Viele Nutzer träumen von einem All-in-one-Gerät, das ähnlich wie beim zweidimensionalen Druck die wichtigsten Funktionen wie Drucken, Scannen und Kopieren vereinigt. Bisher war dieses Gerät nur ein Traum, doch AIO Robotics lässt mit dem multifunktionalen Gerät mit dem eindrucksvollen Namen ZEUS diesen Traum endlich auch in dreidimensionalen Bereich wahr werden. ZEUS soll zukünftig die 3D-Druck-Industrie revolutionieren und wird voraussichtlich damit auch Erfolg haben, denn die Kampagne bei Kickstarter war bereits sehr erfolgreich. Die angestrebten 100 000 US-Dollar wurden nach Abschluss der Kampagne deutlich übertroffen.

Die Entwickler Kai Chang und Jens Windau, zwei Doktoranden der Computerwissenschaft an der University of Southern California, arbeiteten fünf Jahre an dieser kleinen technologischen Revolution. Die beiden möchten ZEUS natürlich in möglichst vielen Wohnungen stehen sehen. Um dies zu erreichen, setzen sie auf eine besonders einfache Bedienbarkeit mittels einem farbigen 7-Zoll-Touchscreen, die das Drucken, Scannen, Faxen und Kopieren „auf Knopfdruck“ ermöglichen sollen. Das Gerät ist sofort einsatzbereit. Zusätzlich setzen die Entwickler auf ein hochwertiges Design, wodurch sich das Gerät in jeder Umgebung möglichst unauffällig integrieren soll. 

Doch was hat es mit dem dreidimensionalen Faxen auf sich? Die Entwickler ermöglichen den Nutzern, online den Austausch von Druckdaten von einem Gerät zum anderen. Dabei werden die Daten verschlüsselt versandt. Möchten die Nutzer einen Gegenstand scannen oder drucken, darf dieser nicht größer als 26 x 18 x 15 cm sein. Das Gerät bedient sich eines frei bewegbaren Scanners, der den Gegenstand während des Scannens auf dem Drehteller von allen Seiten vermessen kann. Die Objekte werden in einer Auflösung von 100 Micron gedruckt (PLA ø 1,75 mm). Auch schnellere Drucke sind mit einer Auflösung von 200 und 300 Micron möglich.

[Gesundheit] 3D-gedruckte Zahnbürste putzt die Zähne in 6 Sekunden

Es gibt Menschen, die ihre Seele verkaufen würden, um morgens zwei Minuten länger schlafen zu können. Für die dürfte nun das beste Gadget des Jahrhunderts erfunden wurden sein. Die gedruckte Zahnbürste sieht aus wie ein kleines Ungeheuer, doch sie leistet gute Dienste. Der Benutzer beißt auf die Bürste, bewegt den Kiefer ein wenig und reinigt so das gesamte Gebiss innerhalb von Sekunden mit den rund 600 Borsten, die an zwei Schienen befestigt sind.

Selbstverständlich muss diese revolutionäre Zahnbürste für jeden Kunden individuell angefertigt werden, damit sie sich den Bedürfnissen des Gebisses anpasst. Diese Anpassung erfolgt beim Zahnarzt. Dieser nimmt einen Gebissabdruck und sendet ihn an den Hersteller Blizzident, der sich sofort an die Arbeit macht, den Abdruck umzusetzen. Der Herstellung der Zahnbürste dauert nach Herstellerangaben circa 12 Wochen, wobei hochpräzise Druckmaschinen zum Einsatz kommen, die im Gegensatz zum anderen Druckern eine völlig glatte Oberfläche erstellen können. Hier wird auch der Sinn dieser Erfindung deutlich. Die Hersteller wollen ihrer Kundschaft nicht zwangsläufig mehr Zeit beim Zähneputzen sparen, sondern eine optimale Putztechnik erschaffen.

Die Anschaffung der Zahnbürste ist allerdings deutlich höher, als die einer normalen Zahnbürste. Potenzielle Kunden müssen für die außergewöhnliche Zahnbürste 300 US-Dollar zahlen. Dieser Preis ist exklusive der Zahnarztkosten oder Herstellungskosten für den Abdruck. Die Bürste hält circa ein Jahr. Danach kann entweder für 160 US-Dollar ein neues Gerät bestellt oder die gebrauchte Bürste für 90 US-Dollar ausgebessert werden.

 

[Nasa] Revolutioniert der 3D-Druck endgültig die Raumfahrt?

Die US-Weltraumbehörde NASA experimentiert bereits seit längerer Zeit mit dem Drucken dreidimensionaler Objekte, um den Kostenfaktor innerhalb der Produktion drastisch zu verringern. Nun will die Raumfahrtbehörde zukünftig auch seine Astronauten mit 3D-Druckern ausstatten. Mithilfe dieser Missionen sollen die Astronauten im All Ersatzteile und kleinere Geräte selbst bauen können. Bisher wurden sämtliche Materialien von der Erde mitgebracht und nicht im All gedruckt. Die Anschaffungskosten der bisher weltweit verfügbaren 3D-Drucker liegen zwischen 300 US-Dollar für Desktop-Geräte und 500 000 US-Dollar für professionelle Drucker. Ein Problem existiert jedoch an anderer Stelle.

Made in Space
Foto: ap, Marcio Jose Sanchez

Da die Geräte bisher lediglich für den Gebrauch auf der Erde konzipiert sind, hat die NASA vor drei Jahren das Startup Made In Space beauftragt, das einen weltraumfähigen Drucker entwickeln soll. Mittlerweile hat das Unternehmen so weite Fortschritte gemacht, dass die US-Raumfahrtbehörde bereits für den Herbst des kommenden Jahres die ersten Tests im All ankündigte. Bereits vor einigen Wochen hatte die NASA erfolgreich mit dreidimensional gedruckten Raketenteilen in den Nasa-Labs experimentiert. Trotzdem müssen im All viele weitere Aspekte wie die Temperatur und der Luftdruck beachtet werden.

Scott Crump, der im Jahr 1988 half die 3D-Industrie zu entwickeln, in dem er für seine Tochter in der heimischen Küche mithilfe einer Heißklebepistole einen Spielzeugfrosch erstellte, hätte niemals gedacht, welches Potenzial diese Technologie für die Raumfahrt hat. Doch bis die Metallverarbeitung in den 3D-Druckern zum Standard wird, sieht er noch einige Beschränkungen in der Anwendung. Es bleibt abzuwarten, welche Innovationen nun in der nächsten Zeit durch die NASA das Licht der Welt erblicken.

 

[Hobby] Dank Windows 8.1 soll der 3D-Druck bald die Wohnzimmer der Welt erobern

Die wachsende Bedeutung der 3D-Druck-Technologie dürfte nach der Veröffentlichung von Windows 8.1 nun allseits bekannt sein. Wie Microsoft nun auf seinem Blog bekannt gegeben hat, beinhaltet Windows 8.1 einen eingebauten Support für 3D-Druck. Microsoft behauptet, dass die Weiterentwicklung des 3D-Drucks dahinführt, dass die Erstellung eines 3D-Objektes zukünftig ebenso simpel vonstattengehen wird wie die Erstellung eines Dokuments in Word.

3D-Druck ist keine neue Technologie. Hersteller der verschiedensten Branchen wie der Automobil-, Flugzeug- und Spielzeugindustrie nutzen die Vorteile dieser Technik bereits seit Jahren intensiv, da die Erstellung eines Prototypen nicht an ein bestimmtes Material gebunden ist – von Plastik bis hin zu Metall können unzählige Stoffe verwendet werden. Dies ist einer der Gründe, warum diese Technologie nun auch vermehrt die Hobby-Konstrukteure aus aller Welt begeistert.

Der 3D-Druck im heimischen Wohnzimmer wird aufgrund der Ökonomie allerdings kaum die Massenproduktion ersetzen. Vielmehr richten sich die Hersteller von 3D-Druckern, sowie mittlerweile auch Microsoft als Anbieter eines Betriebssystems, an die Kreativen der Welt, welche die eigene Fantasie in ihren Design ausleben wollen; an Tüftler, die Spaß am Kreieren und logischen Denken haben sowie an Individualisten, die sich schlicht und ergreifend nicht mit der breiten Masse identifizieren wollen.

Der erste Schritt in Richtung Massentauglichkeit wurde nun also von Microsoft unternommen. Der Softwarehersteller verspricht die gewohnt simple Handhabung, Plug’n’Play-Support für Drucker, die Lesbarkeit von 3D-Daten-Formaten und sogenannten Apps, die ebendiese Formate umsetzen sollen und damit eine Endlösung für den Nutzer darstellen sollen. Inwieweit nun zukünftig andere Softwareanbieter ihr Repertoire für den 3D-Druck erweitern und diesen für die breite Masse zugänglich machen beleibt ebenso spannend wie der weitere Verlauf des Marktes für Hobby-Konstrukteure.