[Produktideen] Eine kleine Rakete fliegt um die Welt

Die Erfolgsgeschichten rund um gesinterte Innovationen wollen einfach nicht abreißen und daher wollen wir euch heute eine Idee präsentieren, die gerade auf weltweitem Erfolgskurs ist. Wer denkt beim Thema 3D-Druck an selbst gedruckte Keramikprodukte? Niemand? Nun, nach diesem Bericht wird sich das wohl ändern, denn Isohedrals gedruckte Espresso-Raketen beeindrucken weltweit nicht nur Koffein-Junkies.

Die Geschichte dieses Produkts beweist eindrucksvoll, dass erlesene Drucksachen auch durchaus Potenzial besitzen, einen weltweiten Markt zu erobern. Mit liebevoll in Szene gesetzten Produktfotos und einer warmherzigen Beschreibung konnte der Designer viele Kaffeefreunde auf sich aufmerksam machen. Und da Kaffee und das Internet in vielen Haushalten zusammengehören wie Bruder und Schwester, wurde die Idee dank einiger Social Networks zu einem viralen Erfolg, der gemeinhin an das sonst verpönte Schneeballsystem erinnert.

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Der Erfolg des Designs machte auch einen Shop namens Fred&Friends aufmerksam. Also trat man mit Isohedral in Kontakt und einigte sich auf den Shop der Interessenten als neue Verkaufsplattform. Daraufhin ist die Tasse zwar nun seit April dieses Jahres als Massenprodukt erhältlich, doch die gesinterten Werke des Designers erlangen zukünftig nun vielleicht einen ganz besonderen Stellenwert, da sie lange vor dem Hype um die Espressoraketen entstanden.

Für uns bedeutet diese Geschichte nun, dass der Fantasie beim Erstellen von Druckdaten keine Grenzen gesetzt sind und vielleicht hegen auch einige von euch die Hoffnung, dass ihre Designs eines Tages groß rauskommen. Dass dies nicht unmöglich ist, hat diese Geschichte zumindest bewiesen.

[Kickstarter] Google GlassKap

Mittlerweile dürften auch die schärfsten Kritiker langsam die vielfältigen Möglichkeiten des dreidimensionalen Druckens erkannt haben. Nun heißt es also, ebendiese zu nutzen. Und genau das passiert gerade weltweit. Immer mehr Visionäre erkennen das Potenzial dieser Produktionsmethode, so auch Todd Blatt. Er ist einer von 10.000 erlesenen Google-Glass-Nutzern, die bereits vor der Markteinführung Googles neusten Geniestreich testen dürfen. Doch was hat dies nun mit dem Thema 3D-Druck zu tun? Ganz einfach…

Wir haben den Designer bei Kickstarter entdeckt, wo der Amerikaner sein neustes Projekt bestehend aus verschiedenen Gadgets für die Google Glass bewirbt. Dort hat er mit seiner witzigen Idee derart viel Erfolg, dass sich bereits vor der Einführung der interaktiven Brille unzählige Unterstützer dieser Gadgets gefunden haben und die angestrebte Summe von 1500 Dollar bereits um fast 1000 Dollar überschritten wurde. In Anbetracht der vierwöchigen Laufzeit bei Kickstarter.com kann sich der junge Amerikaner ganz entspannt über seinen Erfolg freuen.

Welche Idee steckt jedoch hinter seinen Gadgets? Zunächst hat Todd Blatt die Brille und ihre Funktionsweise ganz genau betrachtet und bereits an dieser Stelle Handlungsbedarf entdeckt. Da der Nutzer der Google Glass seine Umwelt nun ganz einfach per Brille aufnehmen und fotografieren kann, befürchtet der Erfinder der Google GlassKap zunächst eine stärkere Verunsicherung der Umwelt – wahrscheinlich zurecht. Doch Todd Blatt will dieses mögliche Szenario durch seine gesinterte Kameraabdeckung verhindern.

Mit dieser Abdeckung soll der Träger der Brille seiner Umwelt signalisieren, dass zu diesem Zeitpunkt keine Aufnahmen stattfinden. Auch für den Zeitpunkt der Aufnahmen hat Todd Blatt vorgesorgt und eine entsprechende Warnung kreiert, die sich leicht auf die Brille aufstecken lässt und die Mitmenschen darauf hinweist, dass gerade Aufnahmen stattfinden. Und da auch der Spaß bei seinen Erfindungen nicht zu kurz kommen soll, befindet sich unter seinen Gadgets auch eine Mini-Blumenvase, mit der die Brille verziert werden kann oder ein Stifthalter, der dem Träger lästiges Suchen und Zeit sparen soll.

Doch der junge Erfinder ruht sich auch nach dem großen Erfolg seiner Kickstarter-Kampagne nicht auf seinen Lorbeeren aus, sondern arbeitet weiter hart an zukünftigen Erfindungen, die das Leben ein bisschen einfacher machen sollen. Hier geht es lang zum Blog des Erfinders, der auf jeden Fall einen Besuch Wert ist.

[Fashion] 3D-Druck meets Fashion

Die Pariser Modewochen und 3D-Druck – auf den ersten Blick scheint das nicht so recht zu harmonieren, doch die Designerin Iris van Herpen belehrt uns eines Besseren. Sie gehört zu den führenden 3D-Designerinnen Europas. Technisches Handwerk, der Blick für das Schöne und die Affinität zu technischen Innovationen lassen sie aus der großen Masse der Modeschöpfer herausstechen. Mittlerweile kann sie eine breite Palette an 3D-Designs vorweisen. Dabei setzt sie sich selbst keine Grenzen und experimentiert mit Form, Stabilität und Materialien. Mit ihren innovativen Ideen überzeugt sie mittlerweile sogar Größen aus dem Showbiz wie die außergewöhnliche isländische Sängerin Björk oder den schillernden Weltstar Lady Gaga.

Dank zahlreicher Kollaborationen mit kreativen Köpfen aus den verschiedensten Bereichen konnte die junge Designerin ihre Vision der Mode immer weiter ausbauen. Im nachfolgenden Video sieht man Iris van Herpen in einem Interview mit ihrer Kollaborationspartnerin Neri Oxman, Mitarbeiterin des MIT.

Die Homepage der Designerin ist nicht nur für Modefanatiker einen Blick Wert, da hier deutlich wird, dass sich der vielseitige 3D-Druck selbst in außergewöhnlichen Bereichen wie der Mode nahtlos integrieren kann. Hier geht es lang zum Internetauftritt der Designerin.

Dass sich der 3D-Druck nicht nur in der Haute Coture, sondern auch nach und nach in der allgegenwärtigen Modewelt behauptet, beweist das Unternehmen Monocircus. Dort kann der technisch aufgeschlossene Dandy für schlappe 86 Euro eine 3D-gedruckte Fliege erwerben, die garantiert in keine Reinigung gegeben werden muss. Doch die Erfinder dieses Gadgets haben noch weiter gedacht. Da die Nutzung neuer Materialien auch gleichzeitig neue Wege ermöglicht, können die Träger die Fliege dank einer passenden Einsparung ganz simpel auf den obersten Hemdknopf aufstecken und somit auf die lästigen Gummibänder um den Hals verzichten.

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Für wen die außergewöhnliche Herstellung kein Argument ist, lässt sich vielleicht vom absoluten Bequemlichkeitsfaktor überzeugen.

[Hobby] Dank Windows 8.1 soll der 3D-Druck bald die Wohnzimmer der Welt erobern

Die wachsende Bedeutung der 3D-Druck-Technologie dürfte nach der Veröffentlichung von Windows 8.1 nun allseits bekannt sein. Wie Microsoft nun auf seinem Blog bekannt gegeben hat, beinhaltet Windows 8.1 einen eingebauten Support für 3D-Druck. Microsoft behauptet, dass die Weiterentwicklung des 3D-Drucks dahinführt, dass die Erstellung eines 3D-Objektes zukünftig ebenso simpel vonstattengehen wird wie die Erstellung eines Dokuments in Word.

3D-Druck ist keine neue Technologie. Hersteller der verschiedensten Branchen wie der Automobil-, Flugzeug- und Spielzeugindustrie nutzen die Vorteile dieser Technik bereits seit Jahren intensiv, da die Erstellung eines Prototypen nicht an ein bestimmtes Material gebunden ist – von Plastik bis hin zu Metall können unzählige Stoffe verwendet werden. Dies ist einer der Gründe, warum diese Technologie nun auch vermehrt die Hobby-Konstrukteure aus aller Welt begeistert.

Der 3D-Druck im heimischen Wohnzimmer wird aufgrund der Ökonomie allerdings kaum die Massenproduktion ersetzen. Vielmehr richten sich die Hersteller von 3D-Druckern, sowie mittlerweile auch Microsoft als Anbieter eines Betriebssystems, an die Kreativen der Welt, welche die eigene Fantasie in ihren Design ausleben wollen; an Tüftler, die Spaß am Kreieren und logischen Denken haben sowie an Individualisten, die sich schlicht und ergreifend nicht mit der breiten Masse identifizieren wollen.

Der erste Schritt in Richtung Massentauglichkeit wurde nun also von Microsoft unternommen. Der Softwarehersteller verspricht die gewohnt simple Handhabung, Plug’n’Play-Support für Drucker, die Lesbarkeit von 3D-Daten-Formaten und sogenannten Apps, die ebendiese Formate umsetzen sollen und damit eine Endlösung für den Nutzer darstellen sollen. Inwieweit nun zukünftig andere Softwareanbieter ihr Repertoire für den 3D-Druck erweitern und diesen für die breite Masse zugänglich machen beleibt ebenso spannend wie der weitere Verlauf des Marktes für Hobby-Konstrukteure.

 

[Gesundheit] Druck von Prothesen verspricht neue Lebensqualität

Erst seit kurzer Zeit ist die Technik des 3D-Druckens wirklich in aller Munde. Die Einzigartigkeit dieses Verfahrens ist unbestritten, doch das Video, das makerbot auf der Plattform YouTube hochlud, lässt selbst die Fachwelt staunen.

Als der Südafrikaner Richard Van As seine Finger verliert, beschließt er noch in der Notaufnahme, sich dem Schicksal entgegenzustellen. Er träumt von einer funktionalen Prothese, die ihm die gewohnte Lebensqualität sichert. Mit jedem weiteren Kritiker wächst der Entschluss, eine Prothese zu erstellen, die im Gegensatz zu den Produkten auf dem Markt, hauptsächlich durch Funktionalität besticht.

Die Herstellung der Prothese ist revolutionär und weltweit einzigartig. Anstelle einer vorgefertigten Prothese nutzt Van As eine mechanische Hand, die er mit einiger Hilfe selbst gefertigt hat. Die Entwürfe wurden immer wieder seinen Vorstellungen angepasst und schließlich mithilfe eines 3D-Druckers hergestellt. Heute hilft diese Art der Prothesenherstellung vielen Menschen, die mit den gleichen Problemen wie der Erfinder Van As kämpfen.

In dem YouTube-Video von makerbot erklärt Van Ars seine Erfindung und den Weg von der Idee zum Produkt.

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