Archiv der Kategorie: Kunst

[Kunst] Schwedische Musiker spielen das erste Konzert mit Instrumenten aus dem 3D-Drucker

Der Musiker und 3D-Druck-Enthusiast Olaf Diegel ist in Fachkreisen bereits für seine E-Gitarren aus dem Drucker bekannt. Diese werden vom Dienstleister Cubify produziert und sind bei Cubify oder ODD Guitars erhältlich. Nun organisierte der schwedische Professor der Lund-Universität gemeinsam mit einigen Musikern der „Malmö Academy of Music“ das weltweit erste Konzert auf 3D-gedruckten Musikinstrumenten.

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Quelle: Youtube

Olaf Diegel verschrieb sich bereits in den Neunzigern dem 3D-Druck und nutzt ihn nun seit wenigen Jahren auch zur Produktion von Musikinstrumenten. Dabei waren die ersten Gehversuche mit Instrumenten aus dem Drucker nicht mehr als ein spaßiges Experiment. Heute er begeistert von den Vorteilen und Freiheiten, die ihm diese Produktionsform bietet. Das merkt man seinen Instrumenten auch an. Der schwedische Professor versieht seine Designs gerne mit außergewöhnlichen Mustern, Formen, Figuren und Prägungen. Besonders stolz ist er darauf, dass alle Instrumente individuell auf die Bedürfnisse der Musiker angepasst werden können. Scheinbar wird zwar nur der Korpus gedruckt, doch die Musikinstrumente sind trotzdem ein Hingucker.

Die E-Gitarren wurden nun durch ein Schlagzeug und ein Keyboard ergänzt. Die Skepsis, mit der Musiker den neuartigen Instrumenten in der Regel begegnen, verfliege meist, sobald sie die Instrumente ausprobieren, so Olaf Diegel.

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Quelle: Youtube

Die außergewöhnlichen Kunststoffinstrumente werden trotzdem nicht den konventionellen Instrumentenbau ersetzen und nicht zur Massenware werden, da sich die doch recht hohen Preise nur durch die individuellen Anpassungen und außergewöhnlichen Designs rechtfertigen lassen. Die Produktion erfolgt durch selektives Lasersintern – eine Herstellungsmethode, die bisher den professionellen Dienstleistern vorbehalten ist und im Gegensatz zum Schmelzschichtverfahren, das die Drucker für den Heimgebrauch nutzen, deutlich bessere Ergebnisse erzielt.

Falls ihr mehr über das Selektive Lasersintern erfahren wollt, solltet ihr am Freitag unbedingt vorbeischauen!

[Kunst] Ion Popian verwandelt Hirnströme mithilfe eines 3D-Druckers in Kunst

Der 3D-Druck bedeutet für viele Anwender mehr als nur die schlichte Möglichkeit zur Umsetzung der eigenen Ideen. Für die einen bedeutet dieser Trend eine intelligente Produktionsmöglichkeit, für die anderen gleichen die Ergebnisse wahrer Kunst. Auch der in New York lebende Rumäne Ion Popian sieht den 3D-Druck als künstlerisches Ausdrucksmittel. Bei seinem neuen Projekt Mental Fabrications stehen Landschaften im Vordergrund, die mithilfe eines 3D-Druckers erstellt werden. [Kunst] Ion Popian verwandelt Hirnströme mithilfe eines 3D-Druckers in Kunst weiterlesen

[Kunst] Das Van-Gogh-Museum verkauft 3D-Replikate für 25.000 Euro

Van Gogh

Das Van-Gogh-Museum in der niederländischen Hauptstadt Amsterdam hat eine neue Einnahmequelle für sich entdeckt. Das Museum bietet seinen potenziellen Kunden Replikate großer Meisterwerke für 25 000€ pro Stück. Die Besonderheit ergibt sich aus der Herstellungsform der Replikate, die von Fujifilm entwickelt wurde. Die Meisterwerke werden zunächst eingescannt. Anschließend werden die Replikate mit einem 3D-Drucker hergestellt. Momentan sollen die 3D-Drucke die genausten Nachbildungen der Originale sein. Die Erklärung hierfür ist recht simpel. Die Nachbildungen werden mit dicken und zähflüssigen Materialien auf die Zeichenfläche gebracht. Somit entsteht eine deutlich erkennbare Textur, die ein einfacher Druck nicht imitieren, sondern nur sehr oberflächlich wiedergeben kann.

Diese Nachbildungen werden Relievos genannt. Dieser Begriff leitet sich von der Herstellungstechnik, der sogenannten Technik der Reliefografie ab. Insgesamt stehen momentan die Replikate von fünf Werken zum Verkauf: Sonnenblumen (1889), Die Ernte (1888), Mandelblüte (1890), Boulevard de Clichy (1887) und Feld unter Sturmhimmel (1890). Von jedem Werk existieren insgesamt limitierte Auflagen von 260 Nachbildungen. Die Relievos sind mit einem Siegel gekennzeichnet, das sich nicht entfernen lässt. Somit soll sichergestellt werden, dass die Nachbildungen nicht als Originale ausgegeben werden. Der aufwendige Herstellungsprozess erlaubt übrigens lediglich die Produktion von drei Relievos täglich, die von einem museumseigenen Sachverständigen auf die Qualität geprüft werden. Besonders interessant ist diese Technik auch für blinde und sehbehinderte Menschen, den es nun erlaubt ist, durch das Berühren der Nachbildung das Kunsterlebnis selbst zu erfahren.