Archiv der Kategorie: Kontroverse

[Kontrovers] KeyMe und Shapeways nutzen Cloudservice zur Reproduktion von Schlüsseln

Mittlerweile wurde bereits fast alles gedruckt, was man sich vorstellen kann. Nun folgt den selbst gedruckten Prothesen und Waffen auch der Schlüssel zum Ausdrucken. Diese Geschäftsidee fand in Manhattan ihren Ursprung und wird unter den potenziellen Kunden, aber auch den Kritikern heiß diskutiert. Der lokale Dienstleister KeyMe kooperiert mit dem bereits bekannten 3D-Dienstleister Shapeways und speichert die Schlüsseldaten seiner Kunden in einer eigenen Cloud. Man stellt sich somit als Retter in der Not heraus, sobald der eigene Haustürschlüssel nicht mehr auffindbar ist.

Kiosk

KeyMe rennt mit diesem Service scheinbar offene Türen ein, denn der Anbieter konnte bereits mehrere seiner sogenannten Kiosks in Manhattan platzieren. An diesen Geräten kann mithilfe des eigenen Fingerabdrucks ein Schlüssel eingescannt und dupliziert werden oder in der Cloud gespeichert und später von jedem beliebigen Kiosk aus abgerufen werden. Ist der eigene Haustürschlüssel nicht auffindbar, kann er dort reproduziert werden. Dabei sind auch bei den Materialien keine Grenzen gesetzt – von Plastik bis Edelmetall ist fast alles möglich.

App Screenshot 1

Der Dienstleister geht allerdings noch weiter und bietet seinen Kunden zusätzlich eine App an, mit deren Hilfe der eigene Schlüssel eingescannt werden kann. Ist dies erfolgt, besteht die Möglichkeit, sich nach dem Aussperren aus den eigenen vier Wänden anhand dieses Scans einen Schlüssel nachfertigen und liefern zu lassen. Obwohl das Unternehmen bei der Datenspeicherung sehr viel Wert auf Sicherheit legt, nicht jeden beliebigen Schlüssel dupliziert und der Scan nur unter bestimmten Bedingungen erfolgen kann, gibt es zahlreiche Kritiker. Bleibt abzuwarten, ob sich die Idee auch über Manhattan hinaus durchsetzen kann.

Watch Full Movie Streaming Online and Download

[Digital] 3D-gedruckter Roboter hackt Android-Smartphone

Die Nutzung eines PINs, um unerwünschte Zugriffe auf das Smartphone zu verhindern, ist ein Standard. Auch Android-Nutzer sichern ihre Telefone mit den Zahlencodes, um die sensiblen Daten auf ihren mobilen Endgeräten zu schützen. Die meisten Menschen lassen sich durch diese Sicherung abhalten, doch für einen kleinen Roboter namens R2B2 sind die paar Zahlen kein Hindernis. Dieser Roboter ist darauf spezialisiert, einen Smartphone-Code innerhalb eines Tages mithilfe der „Brute-Force-Methode“ zu hacken.

R2B2, kurz für Robotic Reconfigurable Button Basher, ist eine Erfindung von Justin Engler und Paul Vines. Statt der Nutzung hochwertiger Software gibt der Roboter jede mögliche Kombination in das Android-Smartphone ein, bis eine der Zahlenkombinationen schließlich zum Erfolg führt. Für einen Menschen ist diese Methode viel zu langwierig, doch da R2B2 weder Nahrung noch eine Pause benötigt, stellen die 10000 möglichen Zahlenkombinationen für ihn keine Herausforderung dar.

In Zukunft kann sich jedermann einen R2B2 herstellen, denn dazu sind lediglich eine Open-Source-Software, günstige elektronische Bauteile und ein 3D-Drucker nötig. Hier haben sich Engler und Vines für einen Drucker des Herstellers MakerBot entschieden. Abgesehen von den elektronischen Bauteilen besteht der Roboter nur aus gedruckten Bauteilen. Die benötigte Software sowie die entsprechenden Daten werden wohl laut Forbes in den nächsten Wochen von dem Entwickler ins Netz gestellt.

Die Entwickler glauben zwar nicht daran, dass ausgerechnet vom R2B2 eine reelle Gefahr ausgeht, doch erhoffen sie sich trotzdem genügend mediale Aufmerksamkeit, um auf ein signifikantes Sicherheitsproblem hinzuweisen. Würde man PIN-Codes um nur zwei Zahlen erweitern, würde das Knacken des Zahlencodes 80 Tage länger dauern – eine Option, die mittlerweile einige Smartphones anbieten.

 

[Kontroverse] Erstes funktionstüchtiges Gewehr mit 14 Schuss in Kanada getestet

Dass der technologische Fortschritt nicht nur positive Effekte nach sich zieht, ist hinlänglich bekannt. Nachdem in diesem Jahr bereits eine 3D-gedruckte Waffe weltweites Aufsehen erregte und die Druckdaten auf Drängen der US-Regierung aus dem World Wide Web entfernt wurden, sorgt nun ein Kanadier für großes Aufsehen. Bis vor Kurzem war auf Youtube ein Video des Waffenerfinders „Matthew“ sichtbar, das eindeutig belegte, dass dieser einen fragwürdigen Durchbruch erzielte.

Während vorangegangene Tests scheiterten und das gesinterte Gewehr namens „Grizzly“ beim Abfeuern in mehrere Teile zerbrach, stellt der Waffennarr nun eine verbesserte und funktionstüchtige Version vor. Zuvor war der Waffenentwickler bei seinen letzten Tests nicht von der Sicherheit seines Produktes überzeugt und betätigte das Gewehr lediglich mit einer Schnur, die ihm zurecht einen Sicherheitsabstand bot, denn die Waffe zerbarst unmittelbar in mehrere Teile.

Grizzy Youtube

Bei den neusten Versuchen traute sich der Entwickler schließlich sogar, das Gewehr aus unmittelbarer Entfernung anzufeuern. Insgesamt hielt das Gewehr 14 Schüssen stand. Diese Robustheit verdanke die Waffe laut dem Entwickler unzähligen Tests und einer Modifikation des Vorgängermodells, imdem er beispielsweise den Lauf signifikant verlängerte. Das Grizzly 2.0, wie er seine verbesserte Version des Gewehrs nennt, besteht aus ABS+ Kunststoff und wurde in einem professionellen Stratasys 3D-Drucker gefertigt.

Was zunächst nicht weiter besorgniserregend scheint, versetzt Sicherheitsbeamte weltweit in höchste Alarmbereitschaft. Da diese Waffen nicht mehr aus Metallen, sondern Kunststoff gefertigt werden, können sie durchaus ein Risiko für die allgemeine Sicherheit darstellen, da ein Aufspüren mithilfe von Metalldetektoren aussichtslos ist und ein Schmuggeln der Waffen in abgesicherte Bereiche nur schwer verhindert werden kann. Obwohl den Entwicklern solcher Baupläne häufig die Grundlage der medialen Verbreitung entzogen wird, auch Mattews Youtubekanal ist mittlerweile nicht mehr erreichbar, bleibt die weitere Entwicklung in diesem Bereich kritisch zu beobachten.