Archiv der Kategorie: Gesundheit

[Charity] Yahoo Japan und MakerBot lassen blinde und stark sehbehinderte Kinder die Welt durch das Tasten entdecken

Das funktionierende Augenlicht ist wohl eine der größten Kostbarkeiten des menschlichen Körpers. Funktioniert unsere Sehfähigkeit nicht mehr, müssen wir uns auf andere Sinne verlassen können, um uns im Leben zurechtzufinden. Doch obwohl stark sehbehinderte und blinde Menschen anstelle der Sehkraft sehr ausgeprägte und trainierte Sinne besitzen, gibt es trotzdem Momente, in denen sie nicht alle Eindrücke des Lebens erfassen können. Bestimmte Dinge wie eine winzige Schneeflocke lassen sich schließlich nicht in ihrer Ganzheit durch das Hören, Schmecken, Riechen oder Tasten erkunden und bleiben daher ein „Phänomen der Vorstellungskraft“.

MakerBot und YAHOO Japan haben jedoch eine einmalige Aktion ins Leben gerufen, die blinden Kindern die Welt auf eine ganz neue Art und Weise näherbringen und ihnen ermöglichen soll, auch abstrakte Dinge durch das Fühlen kennenzulernen. Mit dem Projekt „Hands On Search“ wurde eine Art haptische Suchmaschine entwickelt, die mit Sprachsteuerung funktioniert. Ausprobiert wurde das Gerät in einer japanischen Blindenschule. Die Kinder zunächst sprechen einen Begriff in die Suchmaschine. Sind die erforderlichen Daten zum Drucken des gewünschten Objekts vorhanden, wird der Druckvorgang gestartet und von dem in der „Hands-On-Search-Maschine“ verbauten MakerBot Replicator 2 anhand der Datensätze erstellt. Mit ein wenig Geduld können die Kinder dann Dinge wie eine Schneeflocke oder eine Giraffe durch das Ertasten kennenlernen.

Sind die Daten nicht vorhanden, wird auf der japanischen Seite von Yahoo ein Suchauftrag beworben, damit die Öffentlichkeit die gewünschten Daten erstellen und der Community Thingiverse, hinter der im Übrigen MakerBot steht, übermitteln kann. Bisher ist die Zahl der digitalen Modelle zwar noch begrenzt, doch setzt YAHOO Japan auf die Unterstützung zahlreicher Firmen und Designer. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Projekt keine Ausnahme bleibt und durch viele Designs große Unterstützung erfährst.

[Gesundheit] 3D-gedruckte Zahnbürste putzt die Zähne in 6 Sekunden

Es gibt Menschen, die ihre Seele verkaufen würden, um morgens zwei Minuten länger schlafen zu können. Für die dürfte nun das beste Gadget des Jahrhunderts erfunden wurden sein. Die gedruckte Zahnbürste sieht aus wie ein kleines Ungeheuer, doch sie leistet gute Dienste. Der Benutzer beißt auf die Bürste, bewegt den Kiefer ein wenig und reinigt so das gesamte Gebiss innerhalb von Sekunden mit den rund 600 Borsten, die an zwei Schienen befestigt sind.

Selbstverständlich muss diese revolutionäre Zahnbürste für jeden Kunden individuell angefertigt werden, damit sie sich den Bedürfnissen des Gebisses anpasst. Diese Anpassung erfolgt beim Zahnarzt. Dieser nimmt einen Gebissabdruck und sendet ihn an den Hersteller Blizzident, der sich sofort an die Arbeit macht, den Abdruck umzusetzen. Der Herstellung der Zahnbürste dauert nach Herstellerangaben circa 12 Wochen, wobei hochpräzise Druckmaschinen zum Einsatz kommen, die im Gegensatz zum anderen Druckern eine völlig glatte Oberfläche erstellen können. Hier wird auch der Sinn dieser Erfindung deutlich. Die Hersteller wollen ihrer Kundschaft nicht zwangsläufig mehr Zeit beim Zähneputzen sparen, sondern eine optimale Putztechnik erschaffen.

Die Anschaffung der Zahnbürste ist allerdings deutlich höher, als die einer normalen Zahnbürste. Potenzielle Kunden müssen für die außergewöhnliche Zahnbürste 300 US-Dollar zahlen. Dieser Preis ist exklusive der Zahnarztkosten oder Herstellungskosten für den Abdruck. Die Bürste hält circa ein Jahr. Danach kann entweder für 160 US-Dollar ein neues Gerät bestellt oder die gebrauchte Bürste für 90 US-Dollar ausgebessert werden.

 

[Gesundheit] Druck von Prothesen verspricht neue Lebensqualität

Erst seit kurzer Zeit ist die Technik des 3D-Druckens wirklich in aller Munde. Die Einzigartigkeit dieses Verfahrens ist unbestritten, doch das Video, das makerbot auf der Plattform YouTube hochlud, lässt selbst die Fachwelt staunen.

Als der Südafrikaner Richard Van As seine Finger verliert, beschließt er noch in der Notaufnahme, sich dem Schicksal entgegenzustellen. Er träumt von einer funktionalen Prothese, die ihm die gewohnte Lebensqualität sichert. Mit jedem weiteren Kritiker wächst der Entschluss, eine Prothese zu erstellen, die im Gegensatz zu den Produkten auf dem Markt, hauptsächlich durch Funktionalität besticht.

Die Herstellung der Prothese ist revolutionär und weltweit einzigartig. Anstelle einer vorgefertigten Prothese nutzt Van As eine mechanische Hand, die er mit einiger Hilfe selbst gefertigt hat. Die Entwürfe wurden immer wieder seinen Vorstellungen angepasst und schließlich mithilfe eines 3D-Druckers hergestellt. Heute hilft diese Art der Prothesenherstellung vielen Menschen, die mit den gleichen Problemen wie der Erfinder Van As kämpfen.

In dem YouTube-Video von makerbot erklärt Van Ars seine Erfindung und den Weg von der Idee zum Produkt.