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[Food] Print your Food

Viele Innovationen im Bereich 3D-Druck gehen mittlerweile in der Nachrichtenflut unter, doch sobald es ums Essen geht, werden die meisten hellhörig? Food printing? Ist das wirklich noch etwas Besonderes? Sicherlich nicht, wenn man bedenkt, dass der 3D-Druck wie zum Beispiel bei unserem Bericht über Barillas Pläne häufig nur eine ausgefallenere Produktionsform ist. Doch es gibt sie noch, die außergewöhnlichen Food Prints, die uns noch immer ins Staunen versetzen und das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Wir stellen euch heute zwei außergewöhnliche Projekte vor:

Ich finde dich zum Anbeißen, Baby …

In Tokyos FabCafé könnt ihr Gummitiere oder in dem Fall -menschen nach eurem Abbild drucken lassen.
In Tokyos FabCafé könnt ihr Gummitiere oder in dem Fall -menschen nach eurem Abbild drucken lassen.

So oder so ähnlich könnte es zukünftig klingen, wenn eurem MiniMe der Kopf abgebissen wird. Als der deutsche Unternehmer Hans Riegel im Jahr 1922 die Gummibärchen erfand, hätte er sich wahrscheinlich nicht träumen lassen, dass seine Süßigkeit einmal einen derartigen Durchbruch erleben würde. Doch nun verpassen japanische 3D-Fans der beliebten Süßigkeit in Tokyos FabCafé noch ein Upgrade. Wer möchte, kann den eigenen Körper vor Ort einscannen lassen. Mithilfe dieses Scans lässt sich eine Negativform drucken, die wiederum mit der süßen Masse gefüllt wird. Die Technik hat also noch keinen Drucker für Gummibären hervorgebracht. Obwohl diese Idee zweifellos ausgefallen ist, fragen wir uns, wer ohne zu Zögern das Ebenbild des Partners oder der Partnerin vernascht.

Mehr zu diesem Thema erfahrt ihr bei 3dprint.com und The Verge.

Druck dir deine Schokolade

Bildschirmfoto
Choc Creator (Quelle: Youtube)

Die Benutzung eines 3D-Druckers ist mittlerweile keine Seltenheit mehr und einige Anwender besitzen bereits einen eigenen Desktopdrucker – häufig sogar selbst gebaut oder weiterentwickelt. Die Szene ist kreativ und stellt sich stets neuen Herausforderungen. Kein Wunder also, dass einige User nun auch eine Alternative zum durchaus kostenintensiven Schokoladen-drucker Choc Creator V2 gefunden haben. Während das Modell vom Hersteller weit über 4000 Euro kostet, gibt es in der Szene bereits durchaus kostengünstige Alternativen – wie zum Beispiel die von Jonathan Keep. Mit ein wenig technischer Raffinesse und etwas Know-how hat er es geschafft, den teuren Choc Creator mit filigranen Ergebnissen ernsthafte Konkurrenz zu machen.

Wir sind gespannt, welche Möglichkeiten sich noch durch den 3D-Druck in der Küche ergeben. Wer weiß, vielleicht gehört ein Drucker in der Küche schon bald zum guten Ton?

[Kochen] Kreativität hört nicht in der Küche auf, sondern sie beginnt dort…

… das dachte sich auch der italienische Nudelhersteller Barilla. Daher arbeitet der Lebensmittelkonzern mit dem niederländischen Forschungsinstitut TNO aus Eindhoven zusammen, um den 3D-Druck in der Pastabranche zu etablieren. Die Geräte, die mit sogenannten Teigpatronen befüllt werden, sollen zukünftig in Restaurants stehen. Somit soll es möglich sein, auf Knopfdruck verschiedene Nudelsorten zu produzieren, wobei auch der Individualität bei den Kundenwünschen kaum Grenzen gesetzt sein sollen. Kjeld van Bommel leitet das Projekt für das Forschungsinstitut in Eindhoven. Der niederländischen Zeitung „Trouw“ gegenüber ließ er verlauten, dass diese Zusammenarbeit bereits seit zwei Jahren andauere und man bereits große Fortschritte verzeichnen könne.

Sicherlich ist diese Entwicklung ein nettes Gimmick für einzelne Restaurants oder möglicherweise auch Ketten, doch bleibt es fraglich und daher abzuwarten, ob der italienische Nudelgigant damit wirklich die Welt der Pasta revolutioniert. Zumindest bleibt die Entwicklung jedoch spannend, denn wie TNO verlauten ließ, seien die Fortschritte in den letzten zwei Jahren beachtlich. Noch ist Barillas Ziel 15-20 Nudeln in einer Zeitspanne von 20 Minuten zwar nicht erreicht, doch Kjeld van Bommel zeigte sich zuversichtlich, dieses Ziel zu erreichen.

Geek.com legt die Vermutung nahe, dass man bei Barilla nicht mit den Druckmaschinen das meiste Geld verdienen wolle, sondern vielmehr mit den Patronen einen Markt eröffnen wolle, der dem Prinzip der Kapsel- und Padkaffeemaschinen gleicht. Somit liegt das Hauptaugenmerk scheinbar besonders auf dem langfristigen Verkauf von Patronen, um die Einnahmen des Unternehmens noch weiter zu steigern. Die Kunden und Gäste der Restaurants hingegen bekommen das einmalige Erlebnis, individuell gedruckte Nudeln zu verspeisen. Theoretisch könnten sie sogar eigene Entwürfe für ihre Nudelkreationen auf einem USB-Stick mitbringen und im Restaurant drucken lassen, um den Partner oder die Partnerin zum Beispiel bei einem Dinner zu überraschen. Wenn Liebe da nicht durch den Magen geht …